Kleegrasmischungen

Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Futterbaus (AGFF) zeichnet alle Kleegrasmischungen mit ihrem Gütezeichen aus, welche auf der Basis von Standardmischungen und ausschliesslich mit empfohlenen Zuchtsorten zusammengesetzt sind und die strengen VESKOF-Normen für Reinheit und Keimfähigkeit erfüllen. Alle OHS-Mischungen mit dreistelliger Nummer tragen das AGFF-Gütezeichen.

Standardmischungen für den Futterbau 2017–2020

Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen 2019–2020

Link Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Futterbaus (AGFF)

Je nach Standort, Nutzungsdauer und Verwendung sollten Sie die für Ihre Flächen passenden Mischungen verwenden. Aber welche Mischung ist am besten geeignet für Ihren Betrieb? Mit dem bekannten 3-stelligen AGFF-Code können Sie sich schnell orientieren und einfach nach den für Sie in Frage kommenden Mischungen suchen.

Tipps zur Mischungswahl

Biobetriebe haben grundsätzlich auf biologisch erzeugtes Saatgut zurückzugreifen. Da dessen Verfügbarkeit nach wie vor ungenügend ist, können Ausnahmen bewilligt werden. Hierfür ist vorgängig ein Gesuch an die Bio-Saatgutstelle des FiBL zu schicken.

Genaue Angaben zur Verwendung von Bio-Saatgut und der Handhabung von Ausnahmen finden sich in den BIO SUISSE Richtlinien (Teil II, Pflanzenbau & Tierhaltung). BIO SUISSE teilt die Arten aufgrund ihrer Bio-Saatgutverfügbarkeit in drei Stufen ein, um die Verwendung praxisbewährter Sorten weiterhin zu gewährleisten. Aktuelle Unterlagen stehen auf der Website von FiBL zur Ansicht und zum Download bereit.

Link FiBL

Bio-Anteile

Abhängig von der Saatgutverfügbarkeit ist auch der vorgeschriebene Mindestanteil an Bio-Saatgut in Kleegrasmischungen, der jährlich durch die Fachkommission Ackerkulturen (BIO SUISSE), der FiBL Biosaatgutstelle und Akteuren aus dem Handel festgelegt wird.

Die Bio-Anteile in Kleegrasmischungen bleiben für das Jahr 2019 unverändert. Die Mindestanteile (Gewichtsprozent) sind wie folgt:

  • 1-jährige Mischungen: 60 %
  • 2-jährige Mischungen: 70 %
  • 3-jährige Mischungen: 60 %
  • Langdauernde Mischungen: 40 %


Bio-Zertifiziert

Die Otto Hauenstein Samen wird jahrlich von der Zertifizierungsstelle bio.inspecta AG kontrolliert und für die Aufbereitung und den Handel von biologischem Saatgut zertifiziert. Alle von OHS für den biologischen Anbau angebotenen Sorten und Mischungen erfüllen die aktuellen Standards der Schweizerischen Bio-Verordnung.

Zertifikat 2018

Zertifikat 2019

Link bio.inspecta

Saatzeitpunkt

Im Frühling so früh wie möglich säen, aber erst wenn der Boden genügend abgetrocknet ist (ab Mitte März). Im Sommer sofort nach der Getreideernte säen. Bei anhaltender Trockenheit lohnt es sich, zuerst ausgiebige Niederschläge abzuwarten. Späte September-Saaten sind nur in milden Lagen sinnvoll.


Saatbett

Möglichst flache, nicht zu feine Bodenbearbeitung und sehr gute Rückverfestigung sind Voraussetzungen für einen guten Feldaufgang. Damit Sie von Beginn weg sauberes Futter ernten können, muss das Feld nach der Saat eben und spurenfrei sein.


Saatmethode

Breitsaaten ergeben, genügend Feuchtigkeit vorausgesetzt, die schönsten Bestände; unter trockenen Bedingungen gelingen flache Drillsaaten (ca. 2 cm tief) oft besser. Wichtig ist ein guter Bodenschluss, damit der kapillare Wasseraufstieg funktioniert.


N-Düngung

30 kg N/ha zur Saat und pro Nutzung je nach Bestand und Entwicklung. Siehe GRUDAF Düngungsnormen.


Erste Nutzung

Frühzeitiger erster Schnitt bei trockenem Boden ist vorteilhaft. So fördern Sie die langsamer wachsenden Arten, beschleunigen die Bestockung, reduzieren den Unkrautdruck und vermeiden lästige Radspuren.

Wo übersäen?

In Wiesen mit schlechter botanischer Zusammensetzung oder in lückige Bestände.

Wann übersäen?

Eine Übersaat ist während der gesamten Vegetationszeit möglich sofern genügend Feuchtigkeit vorhanden ist. Die besten Erfolgschancen hat man bei Vegetationsbeginn oder im Spätsommer ab ca. Mitte August.

Wie übersäen?

In der Regel ohne Bodenbearbeitung und mit normaler Sämaschine in frisch gemähte Wiesen. In trockenen Regionen empfiehlt sich eine Drillsaat mit Übersaat-Maschinen. Wichtig: Die Ansaat gut anwalzen. Bei Dauerweiden zwei Tage vor Ende des Weidegangs übersäen.

Was übersäen?

Eine Standortgerechte Übersaat-Mischung wählen. Für sehr lückige Bestände eignet sich eine normale Standardmischung besser.

Wie oft übersäen?

Der Erfolg einer Übersaat ist oft erst im zweiten Jahr sichtbar. Mehrere Übersaaten pro Jahr mit reduzierter Saatmenge verkleinern das Risiko eines Misserfolges.

Düngung

Keine N-Düngung zur Übersaat! Das würde nur den alten Bestand fördern.

Nutzung

Wichtig: Am Anfang frühzeitig und schonend nutzen. Dauerhafter Erfolg ist nur möglich, wenn die Bewirtschaftung dem Standort und dem angestrebten Wiesentyp angepasst wird.

Besonderes

Ist der Bestand mit Gemeiner Rispe verfilzt, erstickt jede Übersaat.