Ölfrüchte

Für den Erfolg des Anbaus spielt die Auswahl von resistenten und der Umgebung angepassten Sorten eine wichtige Rolle.

Der ideale Saatzeitpunkt für Ölraps liegt zwischen 20. August und Mitte September. Gesät wird 1–2 cm tief mit Reihenabständen von bis zu 50 cm. Ölraps eignet sich für Ackerbaugebiete bis ca. 800 m. ü. M. mit mittelschweren, tiefgründigen, eher frischen Böden mit einem pH-Wert von 6.5 bis 4. Bei den Liniensorten sollte der Bestand vor Wintereinbruch eine Dichte von mindestens 60 Pfl./m² aufweisen, bei Hybridsorten 50 Pfl./m².

Für Ölraps sind in der Fruchtfolge 4 Jahre Anbaupause zu berücksichtigen und andere Kreuzblütler als Zwischenfrüchte zu vermeiden. Stängelrüssler, Rapserdfloh, Schnecken, Kohlblattlaus, Kohlschotenrüssler und Rapsglanzkäfer zählen zu den Hauptschädlingen. Bei den Krankheiten sind besonders die Stängelfäule (Phoma), Rapskrebs (Sclerotinia) und Kohlhernie zu erwähnen.

Ölraps benötigt als Düngung 140 kg/ha N, 65 kg/ha P2O5, 110 kg/ha K2O, 15 kg/ha Mg und eventuell 40 kg/ha Schwefel bei Vegetationsbeginn. Mit Entec N26 ist im Frühjahr nur eine Stickstoffgabe nötig.

Bei einem Wassergehalt von 10–12 % (20–30 % der Körner sind schwarz, die Schoten grün-grau) kann der Raps ab Mitte Juli geerntet werden. Für Raps gibt es einen Einzelkulturbeitrag von Fr. 700.– pro ha. Der Extenso-Zuschlag beträgt wie beim Getreide Fr. 400.– pro ha.

Informationen rund um den Pflanzenschutz finden Sie bei Omya Schweiz AG, Agro. Beratungsdienst.

Link Omya Schweiz AG, Agro. Beratungsdienst

Link swiss granum – Schweizerische Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen


OH-Colza-Top: Die Rapsuntersaat

OH-Colza-Top besteht aus Bockshornklee, Futterlinsen, Guizotia und einschnittigem Alexandrinerklee. Die Mischung lässt sich einfach ausbringen (ähnliche Samengrösse) und friert gut ab.

Mit der Getreidesämaschine lässt sich eine Untersaat mit dem Raps zusammen ausbringen. Die beiden Saatmengen werden zusammengezählt. Bei der Einzelkornaussaat vom Raps wird die Untersaatmischung bei der Saatbettvorbereitung eingesät und der Raps anschliessend wie gewohnt mit der Einzelkornsämaschine ausgebracht.

Der Saatzeitpunkt für Sonnenblumen liegt zwischen Ende März und Mitte April wenn die Bodentemperatur ca. 8 °C erreicht hat. Gesät wird mit Einzelkornsaat 2–4 cm tief und mit 44–50 cm Reihenabstand. Milde, möglichst nebelarme Lagen (Maiszone 1 und 2) mit mittelschweren, gut durchlässigen Böden und pH-Werten von 6 bis 7.5 sind gut geeignet. Bei high oleic-Sorten gilt es einen Isolationsabstand von 200 m zu normalen Sonnenblumen einzuhalten.

Fruchtfolge: Mindestens 3 Jahre Anbaupause sind zu berücksichtigen und es sollten nicht mehr als 25 % sklerotiniaanfällige Kulturen in der Fruchtfolge vorkommen. Wildschweine, Erdschnaken, Blattläuse, Schnecken und Vögel sind häufige Schädlinge. Als Hauptkrankheiten erscheinen Phomopsis, Phoma, Sklerotinia, Botrytis, falscher Mehltau (alle aktuellen Sorten sind mehltauresistent).

Sonnenblumen brauchen eine Düngung mit 60 kg/ha N, 50 kg/ha P2O5, 395 kg/ha K2O, 55 kg/ha Mg und eventuell 0.5 kg/ha Bor.

Ab Anfang September bei 10–15 % Restfeuchtigkeit wenn die Blütenböden braun und gewölbt und die Körner sichtbar sind, können Sonnenblumen geerntet werden. Für Sonnenblumen gibt es einen Einzelkulturbeitrag von Fr. 700.– pro ha.

Die Zeit zwischen 10. April und Mitte Mai (Bodentemperatur ca. 10 °C) ist für die Saat von Sojabohnen geeignet. In Drill- oder Einzelkornsaat werden die Sojabohnen in 3–4 cm Tiefe und mit 12–50 cm Reihenabstand gesät. Mittelschwere und tiefgründige Böden mit guter Wassernachlieferung und einem pH-Wert von 6–7 eignen sich gut für den Sojabohnenanbau.

In der Fruchtfolge müssen 3–5 Jahre Anbaupause berücksichtigt werden und als Vorfrucht dürfen keine Leguminosen eingesetzt werden. Neben Sklerotinia sind keine schwerwiegenden Krankheiten oder Schädlinge erwähnenswert.

Sojabohnen benötigen keine N-Düngung. Die übrigen Düngungsnormen liegen bei 70 kg/ha P2O5, 145 kg/ha K2O und 15 kg/ha Mg.

Anfang September bis Anfang Oktober kann Soja mit 12–16 % Wassergehalt (Körner rasseln in der Hülse) geerntet werden. Eine Impfung mit Knöllchenbakterien ist notwendig. Für Soja gibt es einen Einzelkulturbeitrag von Fr. 1000.– pro ha.

Der ideale Saatzeitpunkt für Öllein ist von März bis Anfang April (Wintertyp: Mitte September). Mit einer Saattiefe von 1.5–2 cm und 8–12 cm Reihenabstand den Lein möglichst eng säen da er über eine geringe Unkrautunterdrückung verfügt. Getreidelagen mit mittelschweren und tiefgründigen Böden mit guter Wassernachlieferung (pH-Wert 6–7) und eine Vegetationszeit von 130–140 Tagen bieten ideale Bedingungen für den Anbau von Öllein.

5 Jahre Anbaupause in der Fruchtfolge sind einzuhalten. Häufige Schädlinge sind Erdflöhe und Thrips. Bis jetzt sind keine erwähnenswerten Krankheiten bekannt.

Düngung: 80 kg/ha N, 35 kg/ha P2O5, 65 kg/ha K2O und 5 kg/ha Mg sind empfohlen.

Ab Mitte August, wenn die Pflanzen absolut trocken sind (Körner rasseln in der Hülse), kann geerntet werden. Der Absatz ist nur durch einen Anbauvertrag gesichert. Für Öllein gibt es einen Einzelkulturbeitrag von Fr. 700.– pro ha.